Städtebauliche Setzung: Wie ein Gürtel zieht sich im aktuellen Zonenplan die dreigeschossige Wohn- und Gewerbezone um das Zentrum und beschreibt den sanften Übergang zu der anschliessenden Wohnzone mit zwei Geschossen. Die untersuchte Gebäudemasse ist in die Ostecke der Zentrumszone eingepasst und versteht sich sowohl als zentrumsstärkendes wie auch als vermittelndes Volumen an der Zonengrenze. Mit einer differenzierten Höhenstaffelung nach Norden und Osten und einer markanten Kante im Westen geht das Volumen auf den Bestand ein, ohne seine eigene, zentrumsbildende Wirkung zu schmälern. Das hohe Volumen richtet sich zum grosszügigen Zugangsbereich der Gesamtanlage des Markthofes im Norden und stärkt dessen Auftritt als regionales Einkaufszentrum. Baukörper: Ein sorgfältig eingefügter Baukörper steht mit Höhenreferenzen zu den Gebäuden am Rande der Zentrumszone. Das neue Gebäude ist hauptsächlich ein Wohngebäude mit öffentlich zugänglichen Räumen im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss. Das bestehende Angebot soll mit grosszügigen Wohnungen erweitert werden, um die Identität des Ortes zu stärken. Alle Wohnungen zeichnen sich durch überhohe Räume aus und bieten einen privaten Aussenbereich als Loggia. Ein Anteil der Wohnungen kann speziell für altersgerechtes Wohnen ausgelegt werden. Mit dem breit ausladenden Erdgeschoss steht ein grosses Angebot an öffentlicher Nutzung zur Verfügung. Für einen weiteren Grossverteiler im Erdgeschoss und je nach Bedarf auch im Obergeschoss, wäre ein solches Angebot ideal. Wohnen, Arbeiten und Einkaufen bilden eine hybride, attraktive Vielfalt. Verkehr: Der Markthof ist über die Regionalbuslinie optimal an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Für den Individualverkehr sind entsprechend Tiefgaragenplätze vorhanden. Umgebung: Die strassenraumbegleitenden Baumreihen werden ergänzt um die gesamte Zentrumszone zu arrondieren. Innerhalb des Grundstücks sind drei neue, städtische Plätze vorgesehen, welche mit dem „visionären“ Gedanken einer Gesamtanlage ein integraler Teil der Ladenzone werden könnten. Die Mall mit ihren labyrinthischen Nebenarmen erfährt dadurch eine zusätzliche Orientierungshilfe sowie eine sinnliche Aufwertung der Fussgängerzone.