Das vorliegende Konzept des Unesco-Centers Aletsch entwickelt sich primär aus der inhaltlich grundsätzlichen Idee des „Sensibilisierenwollens“ auf die unmittelbare und alles dominierende Bergwelt rund um den Aletschgletscher. Es lässt einerseits die Analogie mit einem zufällig hingeworfenen Eis- Steinblock aufkommen; die spezifische Ausformulierung der Fassade wiederum, mit den um das Gebäude gewundenen Bandfenstern, kann andererseits auch als Anlehnung an tektonische Gesteinsschichtungen interpretiert werden. Im Rauminnern dominieren zylinderförmige Einbauten, wie ausgeschliffene Gletschermühlen. Das Ausstellungsgebäude betritt man südöstlich über einen vorgelagerten Platz ebenerdig durch einen grossen Haupteingang. Im grössten Zylinder sind das Auditorium sowie das Labor untergebracht. Vorgelagert, im offenen Teil des Raumes befindet sich die Cafeteria, welche durch bewegliche Wände mit dem Auditorium verbunden werden kann. In einem weiteren zylindrischen Einbau befinden sich der Shop sowie die Küche zur Cafeteria. Vom Saal des Auditoriums im Parterre bis zum Panoramabild im 2. Obergeschoss führt eine direkte Wendeltreppe. Das Gebäude erschliesst sich zudem mit einer sich empor windenden Rampe am äusseren Ring des dominierenden Zylinders. Man schreitet so vom Parterre bis zum Panoramasaal in der obersten Etage und weiter bis zum auf der Dachterrasse angelegten Kräutergarten. Der Panoramasaal mit seiner spiralförmig mäandrierenden Tribünenanlage lässt das Erleben des 360°-Panoramabildes auf eine vielfältige Weise zu. Im Innenhof werden die Beläge mit Kies sowie Ruderalbepflanzung gestaltet und mit der Pflanzung von zahlreichen hochstämmigen Nadelbäumen entsteht eine öffentliche Parkanlage.