Die 1911 erbaute Kirche von Flawil ist ein kraftvolles Zeugnis des Neubarocks. Exakt ausgerichtete Baumreihen, die parallel zu den beiden Traufseiten stehen, fassen den klar strukturierten Aussenraum auf der Nordseite. Eine in sich ruhende und sinnliche Zeichenhaftigkeit. Kaum eine städtebauliche Massnahme könnte dieser Monumentalität trotzen. In einer respektvollen Distanz zur inszenierten Kirchenanlage gruppieren sich verschiedene öffent-liche Nutzungen, wie Altersheim und Schulanlage in loser Konstellation im suburbanen Städteraum. In diese Situation fügt sich das neue Gemeinde- und Kirchenzentrum von Flawil als Passstück ein. Das neue Volumen rückt ebenfalls von der Kirche ab und stärkt die räumliche Definition des Grüngürtels um die Kirche auf der einen Seite auf der anderen verbindet es sich städtebaulich mit den bestehenden Gebäudekörpern. Über ein grosszügiges Vordach betritt der Besucher ein zentral angeordnetes Foyer. In diesen komplexen Raum tritt seitlich, frontalund zenital Licht ein und erzeugt eine sakrale Raumwirkung. Parziell angeordnete Baumgruppen verbinden sich mit den linearen Baumreihen um das Kirchengebäude. Ein verdichtetes Wegnetz und eine minimale Parkmöblierung unterstreicht die Absicht eines öffentlichen Parkraums.